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Foto: Silvia Gralla

Würzburg

Sperrstunde in Würzburg: Stadträte und Club-Betreiber haben sich ausgetauscht

Drei Monate lief die Online-Petition „Nacht für Alle“, die jetzt mit über 10.000 Stimmen abgeschlossen ist. Ein starkes und „überdeutliches Zeichen“, um eine in Würzburg heiß diskutierte, verfrühte Sperrstunde abzuwenden, sagen Petitions-Ersteller Sebastian Hanf und sein Team in einer Pressemitteilung.

Doch das Ende der Petition bedeutet nicht unmittelbar das Ende der Diskussion um die verlängerte Sperrzeit in Würzburg. Parallel zum Stimmenfang auf „openPetition“ haben sich die Verantwortlichen der Aktion „Nacht für Alle“ (darunter auch Club-Betreiber) mit den Stadträtinnen und Stadträten auch persönlich ausgetauscht.

Kaum ein Stadtrat will die verlängerte Sperrstunde in Würzburg

Laut Pressemitteilung haben sich fast alle Fraktionen im Stadtrat schriftlich gegen eine verlängerte Sperrstunde ausgesprochen und versichert, "nach derzeitigem Stand der Dinge gegen einen etwaigen, Beschluss zu stimmen“.

Damit ist die Sperrstunde, komme sie nun um zwei, drei oder vier Uhr, (fast) vom Tisch. Denn auch Bürgermeister Christian Schuchardt und der zuständige Kommunalreferent Wolfgang Kleiner sind nicht an einer Verlängerung der Sperrzeit interessiert.

War die Probezeit gar keine Probezeit für Clubs und Bars?

„Darüber hinaus hat uns Kommunalrefernt Wolfgang Kleiner ebenfalls schriftlich versichert, dass wir uns derzeit in keiner Probezeit befinden, die unmittelbare Konsequenzen nach sich zöge, sondern lediglich grundsätzlich die aktuelle nächtliche Situation evaluiert wird“, heißt es in der Pressemitteilung. Zu welchem Zweck die Nacht unter die Lupe kam, bleibt aber offen.

In ihrer neuen Erklärung führt die „Nacht für Alle“ ganz konkrete Punkte auf, die gegen eine Verlängerung der Sperrzeit sprechen:

  • Mehr Menschen stehen mit einem Schlag auf Würzburgs Straßen.
  • Taxis, Straba und Busse wären überlastet, weshalb mehr Menschen laufen müssten (und Lärm oder Probleme verursachen).
  • Vermüllung und Gejohle werden lediglich nach vorne verlegt.
  • Gleiches gilt für alkoholbedingte Gewalt.

Ein Pauschalverbot - sprich eine Sperrstunde um zwei, drei oder vier Uhr - wäre laut „Nacht für Alle“ lediglich eine Scheinlösung. Den Dialog aller am Nachtleben in Würzburg Beteiligten wollen auch die Petitionsbetreiber trotz Zusage der Stadträte, eine verlängerte Sperrstunde abzulehnen, weiter unterstützen, um „wirkliche Verbesserungen“ zu erreichen.

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