Langeweile während Corona-Krise
Langeweile während der Corona-Krise? Muss nicht sein. Es gibt einige Aktivitäten, die sich in dieser Zeit anbieten. Foto: finwal (iStockphoto)

WÜRZBURG

7 Dinge, die wir während der Corona-Krise zum ersten Mal machen

Die Corona-Krise stellt uns alle auf die Probe. Wochenlang durften wir nur aus triftigem Grund das Haus verlassen, zum Einkaufen zum Beispiel oder Spazierengehen. Den Rest der Zeit waren wie daheim, mit unserem Partner, allein oder nur in Gesellschaft unseres Haustiers.

Der Terminkalender war plötzlich leer, kein Besuch bei Freunden, kein Urlaub in Italien. Viele von uns hatten viel freie Zeit. Und auch jetzt mit den Corona-Lockerungen ist der Alltag nicht mehr so, wie er zuvor war. Doch was tun mit der neu gewonnen Zeit? Genau, wir probieren neue Dinge aus, vielleicht sogar zum ersten Mal. Wir haben ein paar Beispiele für euch. Wetten, dass ihr schon mindestens eine Sache davon auch ausprobiert habt? Falls nicht, wird es aber Zeit!

1. Videotelefonie mit Familie und Freunden

Videotelefonie in der Corona-Krise
Durch Videotelefonie wird die Distanz zu Freunden und Verwandten etwas kleiner. Foto: DisobeyArt (iStockphoto)

Wie überbrückt man die Entfernung zu den Lieben, die nicht im selben Haushalt leben? Per Videotelefonie. Selbst für diejenigen, die bislang noch keinen Gebrauch davon gemacht haben, haben Plattformen wie Skype, Zoom oder Facetime für sich entdeckt.

Immerhin kann man über ein Videotelefonat die beste Freundin oder die Eltern in Zeiten der Corona-Pandemie sehen und hören. Videotelefonie ersetzt zwar nicht den persönlichen Besuch, aber sie hilft ein kleines Stück gegen die soziale Isolation.

2. Online-Workout

Workout während Corona-Krise
Auf Sport muss während der Corona-Krise dank vieler Online-Workouts nicht verzichtet werden. Foto: Maria Korneeva (iStockphoto)

Sport-Workouts im Internet sind nichts Neues. Doch während der Ausgangsbeschränkung mussten unter anderem auch Fitnessstudios und Sportplätze schließen. Sport im Freien beschränkte sich auf Joggen und Fahrradfahren. Für andere Sportarten haben viele Menschen die Online-Workouts für sich entdeckt. Die Auswahl ist groß. Auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und Youtube sind massenhaft Videos zu finden. Von HIIT-Workouts über Krafttraining bis hin zu Yoga. Die Community von Pamela Reif, Mady Morrison und Co. dürfte während des Coronavirus weitergewachsen sein.

Außerdem haben auch viele Fitnessstudios und Vereine in Würzburg ihre Kurse ins Internet gestellt. So müssen die Mitglieder nicht auf ihr Workout verzichten. Seit der Corona-Krise hat jeder fünfte Deutsche zum ersten Mal an einem Online-Sportkurs teilgenommen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben.

3. Shuffle-Dance üben

Entstanden ist der Melbourne Shuffle (kurz Shuffle) Ende der 1980er-Jahre in Melbourne, Australien. In der Regel wird der Shuffle zu elektronischer Musik getanzt. Durch die schnelle Abfolge von Schritten sieht es so aus, als gleite man über den Boden. Durch das soziale Netzwerk TikTok wurde der Shuffle-Tanz wieder populär. In vielen der kurzen Handyvideos sieht man Nutzer, die Tutorials zu den Tanzschritten aufnehmen und vormachen, wie es geht. Gib es zu, du hast zu Hause auch schon ausprobiert, ob du es hinbekommst.

 

4. Popcorn und große Leinwand im Autokino

Autokino
Am Dallenberg laufen seit Freitag Filme, die Zuschauer aus ihren Autos verfolgen können. Foto: Jan Woitas (dpa)

Eher traditionell, wenn nicht sogar altmodisch, wird es bei diesem Punkt. Das Autokino kennen viele von uns eher aus Erzählungen von Eltern oder Großeltern. Doch da während der Corona-Krise auch die Kinos in Deutschland schließen mussten, riefen einige Veranstalter die Autokinos wieder ins Leben. So geht das Kino-Feeling trotzt Kontaktbeschränkung nicht verloren. Auch in Würzburg gibt es am Dallenberg seit dem 15. Mai ein Autokino.

5. Streaming von Konzerten und DJ-Sets

Dornheim / Packi
Privat und beruflich ein unschlagbares Duo: Kalo und Batschi Bella Loona. Letzterer betreibt die Waldschänke. Foto: Screenshot Facebook (Dornheim)

Selbst jetzt, mit dem Ende der Ausgangsbeschränkung, bleiben die Clubs und Bars weiterhin geschlossen. Keine guten Nachrichten für die Betreiber. Deshalb haben einige von ihnen das Club-Feeling zu den Gästen ins Wohnzimmer geholt. Den Auftakt in Würzburg machte die Waldschänke Dornheim. Weitere Clubs folgten. Per Livestream werden die DJ-Sets übertragen und bringen so den Club zu uns nach Hause. Als eine Art Ersatzeintritt werden Spenden entgegen genommen.

Auch Künstler sind auf den Zug aufgesprungen und streamen ihre Konzerte. Beispielsweise startet der Automobilhersteller Seat mit #seatsounds jeden Donnerstag mit einem Künstler ein Live-Konzert – pünktlich zur Mittagspause.

6. Makramee knüpfen

Makramee knüpfen
Makramee ist in der Corona-Krise ein beliebter Zeitvertreib. Dabei entsteht zum Beispiel ein dekorativer Wandbehang. Foto: KuznetsovDmitry (iStockphoto)

Plattformen wie Pinterest sind voll davon: Makramee. Dabei ist Makramee – ähnlich wie der Shuffle-Dance – nichts Neues. Es handelt sich um eine Knüpftechnik aus dem Orient. Dadurch entstehen textile Ornamente und Schmuckstücke wie Freundschaftsarmbänder. Durch die Corona-Krise erfreut sich Makramee an noch mehr Anhängern. Denn für die Knüpftechnik muss man etwas Zeit aufbringen. So entstehen Traumfänger, Blumentopf-Halterungen, Schlüsselanhänger und Tischläufer.

 

7. Haare selbst schneiden oder färben

Corona-Krise: Haare selbst färben
Während der Corona-Pandemie greifen manche Menschen selbst zur Schere oder Haarfärbemittel - das geht nicht immer gut aus. Foto: simonapilolla (iStockphoto)

Viele Wochen hatten auch die Friseure geschlossen. Für viele eine Geduldsprobe. Denn der Ansatz wächst raus und die Haare werden immer länger. Mittlerweile haben Friseure zwar wieder – unter bestimmten Auflagen – geöffnet, die Wartezeiten für einen Termin können jedoch mehrere Wochen betragen. Manchen ist das dann doch zu haarig und er oder sie legt selbst Hand und Schere an. Meistens mit einem unschönen Ergebnis. Unter dem Hashtag #CoronaHaircut haben bei Twitter einige User ihre missglückten Frisuren veröffentlicht.

Im Gegensatz zu den anderen Punkten, ist diese Aktivität nicht zum Nachmachen empfohlen. Denn: Ein self-made Haarschnitt geht eigentlich immer schief. Falls ihr es dennoch nicht lassen könnt, schickt uns gerne die Ergebnisse.

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