Kneipen wie die Hoffnung in der Sanderstraße dürfen ab Mitte September wieder öffnen. Doch Clubs wie das direkt nebenan liegende Kurt & Komisch bleiben weiter zu. Foto: Johannes Kiefer

Würzburg

Nachtleben darf zurückkommen, doch Clubs ziehen weiter den Kürzeren

Während die neuen Corona-Lockerungen für Bayern bei einigen Gastronomen neue Hoffnung aufkeimen lassen dürfen, liegt ein wichtiger Geschäftszweig im Nachtleben weiter brach. Am Dienstag hat das Kabinett in München neue Corona-Regelungen verkündet. Sie machen Mut und stimmen gleichermaßen traurig und wehmütig.

Demnach dürfen nach monatelanger Corona-Zwangspause nun Kneipen ab dem 19. September wieder komplett öffnen. Für sie gelten die Auflagen wie für Speise-Gaststätten. Gäste müssen also an einem festen Platz sitzen und beispielsweise beim Toilettenbesuch eine Maske tragen. Außerdem müssen in den Bars und Clubs in Franken Anwesenheitslisten ausgefüllt werden. Erlaubt ist bei Indoor-Kneipen lediglich Hintergrundmusik. Laute Musik, die an das Feiern im Club erinnert, ist nicht erlaubt.

Bedient wird in den Bars nur am Tisch, ein Herumhängen an der Bar für Bestellungen ist nicht möglich. Für Kneipenbetreiber bedeutet die Regelung dennoch eine Chance, wieder ein wenig Geld in die leere Kasse zu spülen.

Clubs könnten zu "echten Infektions-Bomben" werden

Auf der Strecke bleiben weiterhin sämtliche Clubs, die derzeit nur die Möglichkeit haben, für Privatpersonen eine Vermietung der Räumlichkeiten anzubieten. Denn Markus Söder befürchtet bei Lockerungen für Diskotheken „echte Infektions-Bomben“, wenn der Clubbetrieb regulär starten würde. Laute Musik, Drinks und enger Körperkontakt in geschlossenen Räumen mache eine Einhaltung der Regeln kaum möglich.

Wie lange kann das für Clubs und Diskotheken überhaupt noch gut gehen? Die erste Diskothek in Würzburg hat bereits aufgegeben, andere könnten noch dieses Jahr folgen.

Wir haben mit Clubbetreibern während der Krise gesprochen:

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